Die Krise in der Lebensmitte - Midlife-Crisis

Etwa ab Anfang Vierzig spüren viele Frauen, dass sie immer weniger bereit sind, sich anzupassen und fremdbestimmen zu lassen. Sie können nun auch einmal "Nein" sagen. Sie entdecken, wie wohltuend es ist, Zeiten allein und ohne Ablenkung zu verbringen.

Männer möchten in dieser Zeit vielleicht aus dem alltäglichen Trott ausbrechen. Sie stellen fest, dass sie so spießig leben, wie sie nie leben wollten. Manche kaufen sich ein Motorrad, andere "wechseln den Beruf oder die Frau oder beides"*.

Den meisten Menschen wird allmählich bewusst, dass sie nicht ewig leben. Immer öfter fragen sie sich: Warum soll ich Dinge tun, die ich nicht mag? Unsere Lebenszeit ist zu wertvoll, um sie mit unangenehmen Dingen oder Personen zu vertun. Unter diesem Gesichtspunkt wird nun geplant, werden Änderungen vollzogen. Die eigenen Lebensumstände werden hinterfragt: Beruf, Partner/-in, Freundeskreis, das Verhältnis zu Eltern und Geschwistern, Lebensziele und Werte.

Ich möchte zu diesem Thema Fr. Dr. Margarete Mitscherlich, Psychoanalytikerin, zitieren:

Bereits "...vor dem vierzigsten Lebensjahr sind Frauen mit den Problemen der Lebensmitte konfontiert, mit der Frage, wie und in welcher Form sie es ertragen sollen, von ihren Kindern nicht mehr gebraucht zu werden und gleichzeitig im beruflichen Leben nicht mehr Fuß fassen zu können. In dieser Situation innere Autonomie zu entwickeln...scheint oft aussichtslos." Viele Frauen erfasst um das vierzigste Lebensjahr herum ein Gefühl "der Leere und Sinnlosigkeit". Schwierig ist darüber hinaus der beginnende Verlust der sexuellen Attraktivität. "Ein Teil des Elends unserer Kultur lässt sich auf den Jugendlichkeitskult zurückführen und auf die Abwehr all dessen, was mit Altern, Abnahme von Kraft und Schönheit etc. verbunden ist." Und man (Männer und Frauen gleichermaßen) "muss sich mit der Tatsache beschäftigen, dass es Dinge gibt, die nicht wiedergutzumachen sind."*
Lebenskrisen

Erscheint Ihnen im Moment Ihr Leben wie dieser Fluss? Trüb, ohne Bewegung, düster, unsicherer Verlauf?

Wenn Sie im Moment nicht mit Kraft und Energie in die Zukunft sehen, sondern sich mehr wie im Zitat von Frau Dr. Mitscherlich fühlen und ähnliche Probleme und Ängste Sie bewegen, können wir in meiner Beratungspraxis viel für einen positiveren Blick in die Zukunft tun. Was zählt für Sie wirklich? Von welchem Ballast können Sie sich befreien? Was bereuen Sie? Um ohne Traurigkeit nach vorn schauen zu können, muss man sich selbst Fehler verzeihen können. Dabei kann ich Sie unterstützen.

*Zitate Quelle: Dr. M. Mitscherlich "Die friedfertige Frau", 1985 S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt/Main

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